Suchtprobleme von Mitarbeitern erkennen und Hilfe leisten

Millionen Arbeitnehmer in Deutschland sind nach Angaben einer großen Krankenkasse suchtgefährdet, jeder zehnte Beschäftigte hat einen riskanten Alkoholkonsum. Das sind etwa 4 Millionen Menschen. Dabei schaden die Mitarbeitenden mit Suchtproblemen nicht nur sich selbst, sondern auch den Unternehmen, in denen sie arbeiten. Die Betroffenen sind im Durchschnitt doppelt so oft krank wie nicht süchtige Beschäftigte, sie kommen häufiger zu spät zur Arbeit und sind oft unkonzentriert. Zudem entstehen negative Auswirkungen auf das Arbeitsklima, die Arbeitssicherheit und Produktivität. Ob ungewohnte Unzuverlässigkeit, schwankende Leistung oder verstärkte Reizbarkeit: werden Beschäftigte auffällig, sind Führungskräfte und Kollegen häufig überfordert. Wie spreche ich den/die Mitarbeiter/in an? Wie gehe ich mit der Situation um? Wir möchten Sie mit dem Basiswissen über Suchterkrankungen vertraut machen, um frühzeitig Symptome bei Ihren Mitarbeitern/innen wahrzunehmen, sowie Verständnis und Handlungskompetenz aufzubauen.

Inhalte

 
  • Vermittlung von Grundlagenwissen über Suchterkrankungen anhand von Fallbeispielen, z.B. Erläuterung von unterschiedlichen Süchten (auch Verhaltenssüchte wie Kauf- und Spielsucht) und der Suchtdiagnosen
  • Darlegung von Anzeichen für eine Suchterkrankung
  • Anregungen und Regeln zum Führen von Mitarbeitergesprächen mit Betroffenen
  • Einführung in Therapiemöglichkeiten und psychiatrisch-psychotherapeutische Versorgungsangebote
  • Vertiefung einzelner Schwerpunkte nach Interesse der Teilnehmer, z.B. Arbeit mit persönlichen Erfahrungen
  • Anschließende Diskussion und Austausch
 

Zielsetzung

Ziel ist es, sich Wissen über Suchterkrankungen, Therapiemöglichkeiten und Versorgungsangebote anzueignen, um Süchte bei sich und anderen zu erkennen und eine Handlungskompetenz aufzubauen. Im Rahmen eines Halbtagesseminares wird auch das Thema Mitarbeitergespräche behandelt, um die Teilnehmer zu befähigen, mit ihren Beschäftigten konstruktiv und zielgerichtet über Verhaltensauffälligkeiten zu sprechen. Außerdem ist eine individuelle Schwerpunktsetzung und Vertiefung möglich.

Dauer

4h